Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Bruchsal und Umgebung

Nächste Critical Mass Bruchsal am 02. September 2026

Die nächste Critical Mass  findet am Mittwoch, den 02. September 2026, statt. Wir starten wie üblich um 17:30 Uhr vom Quartierplatz Bahnstadt (Am Alten Güterbahnhof) und sind eine gute Stunde auf den Straßen Bruchsals unterwegs. Wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer*innen!

Ride of Silence und Ghostbike-Aufstellung am 12. September 2026

Ein Zeichen für mehr Verkehrssicherheit: ADFC ruft am 12. September 2026 zu einem Ride of Silence mit Ghostbike-Aufstellung auf

Am Samstag, den 12. September 2026 lädt die Ortsgruppe Bruchsal und Umgebung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu einem Ride of Silence mit Ghostbike-Aufstellung ein. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sich für mehr Verkehrssicherheit einsetzen möchten.

Treffpunkt ist um 15:00 Uhr der Friedrichsplatz in der Bruchsaler Innenstadt. Von dort aus startet der Fahrradkorso schweigend auf eine rund zwölf Kilometer lange Fahrt mit traurigem Ziel - die Unfallstelle an der Landstraße 556 zwischen Hambrücken und Wiesental, wo im Mai dieses Jahres ein Radfahrer beim Queren der Straße mit einem Auto zusammenstieß und sein Leben verlor. Wie es bundesweit bekannte Tradition des ADFC ist, wird die lokale Ortsgruppe am Unfallort nach einer kurzen Kundgebung ein weiß lackiertes Fahrrad als Mahnmal aufstellen. Dieses Ghostbike am Straßenrand soll alle - egal ob auf dem Rad oder im Kraftfahrzeug - auf die besonderen Gefahren an dieser Stelle hinweisen und zu mehr Vorsicht mahnen.

Die Organisatorinnen der Veranstaltung freuen sich besonders darüber, dass auch die Politik die Verkehrssicherheitslage an dieser Stelle an der Landstraße ernst nimmt. Sowohl MdL Dr. Thorsten Schwarz, lokaler Landtagsabgeordneter und Mitglied im Verkehrsausschuss von Baden-Würrtemberg, sowie Herr Bürgermeister Emmerich aus Waghäusel/Wiesental und Herr Bürgermeister Dr. Wagner aus Hambrücken haben ihre Teilnahme zugesagt.

Als weiteren Redner konnte die Ortsgruppe den ADFC-Landesvorsitzenden Dr. Matthias Zimmermann gewinnen. Der Verkehrssicherheitsexperte ist Leiter der Abteilung Straßenentwurf und -betrieb am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und wird die Situation vor Ort aus Sicht der Unfallforschung einordnen.

Der Ablauf der Veranstaltung am 12.09. ist wie folgt vorgesehen:

15:00 Uhr: Begrüßung und Aufstellung des Fahrradzugs (Friedrichsplatz Bruchsal)

15:15 Uhr: Start des Ride of Silence (Radfahrt zur Unfallstelle, ca. 12 km)

15:55 Uhr: Ankunft am Unfallort an der L556 zwischen Hambrücken und Wiesental

16:00 Uhr: Redebeiträge und Aufstellung des Ghostbikes

anschließend Rückfahrt.

 

Der ADFC ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich dem Ride of Silence und/oder der Ghostbike-Aufstellung anzuschließen und so gemeinsam für eine sichere und gerechte Verkehrsinfrastruktur einzutreten. 

Bitte beachtet folgende Teilnahmebedingungen:

  • Teilnehmende Fahrräder müssen verkehrssicher sein. 
  • Die Geschwindigkeit des Verbands richtet sich nach dem „schwächsten Glied“ (der/dem langsamsten Teilnerhmer/in).
  • Für die Sicherheit der Teilnehmenden wird gesorgt, 
  • Auch Familien mit Kindern sind herzlich eingeladen, mitzuradeln. Voraussetzung ist allerdings, dass die Kinder die Strecke schon bewältigen können und die Eltern die Verantwortung tragen.

 

Hintergrundinformation: Was ist ein Ride of Silence? Was ist ein Ghostbike?

Ein Ride of Silence ist eine Fahrradveranstaltung, mit der Radfahrenden gedacht wird, die auf öffentlichen Straßen getötet oder verletzt wurden. Der Korso fährt zu den Unglücksorten, es wird schweigend geradelt, viele Teilnehmende sind weiß gekleidet.

Ein Ghostbike ist ein weiß gestrichenes Fahrrad, das an Orten aufgestellt wird, an denen Radfahrende durch einen Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. Sie dienen als Mahnmale, um sowohl an das Unfallopfer zu erinnern als auch die Öffentlichkeit auf die Gefahren im Straßenverkehr allgemein und an dieser Gefahrenstelle im Besonderen aufmerksam zu machen. Ghostbikes sollen als starke visuelle Botschaft das Bewusstsein für die Notwendigkeit sicherer Radverkehrsanlagen schärfen und gleichzeitig ein Zeichen der Solidarität und des Gedenkens setzen. Sie sind weltweit in vielen Städten zu finden. Der ADFC nutzt Ghostbikes oft im Rahmen von Demonstrationen und Aktionen, um die Forderungen nach sichereren Radwegen, besseren Verkehrsführungen und mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr zu unterstreichen.

Kontakt:

Dr. Nina Wienhöfer

Vorstandsvorsitzende ADFC Ortsgruppe Bruchsal und Umgebung

Kontakt: bruchsal [at] adfc-bw.de

https://bruchsal.adfc.de/

ADFC-Stammtisch September 2026

Nach einer Sommerpause startet der ADFC-Stammtisch wieder am Donnerstag, 24. September 2026, ab 19:00 Uhr: Wir treffen uns ab 19:00 Uhr in der Pizzeria La Famiglia Bruchsal am Sportplatz SV62 Bruchsal (Eschenweg 46b). Wir freuen uns heute schon auf gute Gespräche übers Radfahren und mehr.

Weitere Informationen bei Bedarf unter bruchsal [at] adfc-bw.de.

Ein voller Erfolg: Fahrrad-Codieraktion auf der Forschder Kirmes am 19. Juli 2026

Am 19. Juli waren wir mit unserer Ortsgruppe auf der Infomeile der diesjährigen Forschder Kirmes vertreten. Es war ein voller Erfolg: Sowohl die coolen Kinder-Fahrrad-Tattoos als auch die Fahrradcodierung als Diebstahlschutz kamen gut an und lockten viele Interessierte an unseren Stand. Insgesamt wurden 25 Fahrräder codiert, und es wurden sogar einige neue Mitglieder gewonnen.

Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer bei Organisation, Codierung sowie Auf- und Abbau!

31. Januar 2026: Fahrrad-Demo / Gedenkfahrt zum Andenken an Andreas Mandalka und weitere 440 getötete Radfahrer*innen im Jahr 2024

Am 30. Januar 2026 jährte sich der tödliche Unfall des Radaktivisten Andreas Mandalka, bekannt als “Natenom”, zum zweiten Mal. Aus diesem Grund organisierte ein Aktionsbündnis unter Beteiligung des ADFC Pforzheim-Enzkreis am 31. Januar eine Fahrraddemo und Gedenkfahrt. Dabei galt das Andenken nicht nur Andreas Mandalka, sondern in erster Linie allen insgesamt 441 getöteten Radfahrerinnen und Radfahrern, die im Jahr 2024 auf deutschen Straßen zu Tode kamen. 

Etwa 200 Radaktive kamen aus der gesamten Bundesrepublik nach Pforzheim; parallel fanden weitere Gedenkfahrten in Hannover, Berlin, Dresden und München statt. Die Gedenkfahrt begann mit einer kurzen Gedenkveranstaltung vor der Staatsanwaltschaft Pforzheim, um zu zeigen, dass auch eine langsam arbeitende Strafverfolgungsbehörde Verantwortung an der Situation trägt. Anschließend setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Leopoldsplatz in Bewegung, wo ein “Bike-down” stattfand: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer legten sich mit ihren Rädern auf die Straße und gaben damit der unfassbar großen Zahl der im Straßenverkehr getöteten Radfahrenden ein anschauliches Bild. Die angemeldete Demonstration führte danach zur Unfallstelle von Andreas Mandalka auf der L574 zwischen Neuhausen und Schellbronn, wo nochmals eine sehr emotionale Gedenkveranstaltung stattfand.

Baden-TV hat vorab ein Interview mit Siegfried Schüle, Vorstand des ADFC Pforzheim-Enzkreis, veröffentlicht: https://www.baden-tv.com/mediathek/video/vor-gedenkfahrt-441-getoetete-radfahrer-sollen-nicht-vergessen-werden/

Der ADFC Frankfurt am Main hat ein Video der Gedenkfahrt veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=rF-rFdMlWd0

Weitere Informationen zum Hintergrund der Gedenkfahrt und den daraus resultierenden politischen Forderungen findet ihr auf https://www.fahrradstadt-pforzheim.de/index.php/2025/12/19/natenom-gedenkfahrt-2026/.

 

30. Juli 2025: Radtour zur schwimmenden PV-Anlage im Philippsee bei Langbrücken

Am Mittwoch, 30. Juli 2025 radelte die ADFC Ortsgruppe Bruchsal und Umgebung zusammen mit der Bürgerenergie Bruchsal bei überraschen gutem Wetter zur schwimmenden PV-Anlage auf dem Philipp-See bei Langbrücken. Vor Ort gab es einen kleinen Vortrag über Aufbau und Funktion der PV-Anlage. Sie besteht aus 27.160 Solarmodulen mit einer Gesamtleistung von 15 Megawatt auf einer schwimmfähigen Unterkonstruktion und versorgt vorrangig das Kieswerk; der Überschuss wird ins allgemeine Netz eingespeist. Die Anlage deckt den Jahresstrombedarf des Kieswerks zu durchschnittlich 70% und entlastet daher das lokale Verteilnetz. Die Anlage deckt 15% der Wasserfläche ab (das ist der gesetzlich erlaubte Maximalwert); sie reduziert damit auch den Druck auf Landflächen. Wer wollte, konnte danach auch noch im See baden. Anbei einige Impressionen der ebenso gemütlichen wie interessanten Tour. 

02. Februar 2025: Sternfahrt im Gedenken an Radaktivist #natenom

Am Abend des 30. Januar 2024 wurde der bundesweit bekannte Fahrradblogger #natenom (Andreas Mandalka) bei Dunkelheit trotz vorschriftsgemäßer Beleuchtung und einer Warnweste von einem Autofahrer auf der Landstraße 574 zwischen Schellbronn und Neuhausen mit 80 km/h von hinten gerammt und getötet. Gegen den Autofahrer ist mittlerweile ein Strafbefehl mit einer Geldstrafe in Höhe von 150 Tagessätzen und zwei Monaten Fahrverbot rechtskräftig geworden. Da der Autofahrer seinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurückgezogen hatte, kam es nicht zum Gerichtsverfahren.

Natenom hatte sich jahrelang für die Gleichberechtigung der und Rücksichtsnahme gegenüber Radfahrenden stark gemacht. Er war auf seiner Heimstrecke von Pforzheim nach Hohenwart vielen Anfeindungen durch Autofahrer ausgesetzt, die ihn anpöbelten, zu knapp überholten und bedrohten, weil er sein Recht auf Teilnahme am Straßenverkehr wahrnahm, die Autofahrenden jedoch aus ihrer Sicht an der schnellen Weiterfahrt hinderte. Die Bußgeldstelle der Stadt Pforzheim sowie Polizei und Staatsanwaltschaft gingen seinen Anzeigen nur zögerlich nach.

Am Sonntag, den 02. Februar 2025 organisierte der ADFC Baden-Württemberg eine Fahrrad-Sternfahrt nach Pforzheim zum Gedenken an den im Straßenverkehr schuldlos verstorbenen Radaktivisten. Auch die ADFC-Ortsgruppe Bruchsal und Umgebung, die CM-Aktiven und der Verein “Lastenkarle” organisierten eine Zubringerfahrt nach Pforzheim zur zentralen Veranstaltung um 11:00 Uhr vor der Staatsanwaltschaft Pforzheim, Lindenstraße 3. Anschließend fand eine Raddemo zur Unfallstelle statt, wo alle Teilnehmenden eine Schweigeminute einlegten. 

Weitere Informationen finden Sie unter dem Link https://cm-brusl.de/events/sternfahrt-zum-gedenken-an-natemon/.

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